Begehrter Gewerbestandort

Die AUSGEPRÄGTE EINZELHANDELSSZENE ist ein Markenzeichen der Kastanienallee und ihrer Seitenstraßen. Das Angebot an Waren ist umfangreich, und in den vielen kleinen Läden gibt es so manches zu entdecken.

Als sich 2012 die IG CastingCarrée e.V., ein Netzwerk der kleinen Gewerbe, formierte, stellte man fest, dass sich allein an der Kastanienallee, an der Oderberger und Schwedter sowie an der Choriner Straße etwa 750 bei der IHK gemeldete Gewerbebetriebe befinden. Die Interessengemeinschaft, die sich augenzwinkernd für das Gebiet rund um die genannten Straßen den Namen „CastingCarrée“ verpasste, möchte diese Gewerbevielfalt stärken und ein kooperatives Handeln für den Standort fördern.

Mit diesem Ansinnen war der Verein bereits 2012/2013 Gewinner des Wettbewerbs „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“. Der ausgezeichnete Beitrag „CastingCarrée – Gestern, Heute, Morgen” war ein dreitägiges Festival vor Ort, das im August 2013 stattfand. Einmal monatlich treffen sich die engagierten Gewerbetreibenden und besprechen aktuelle Themen. Tatkräftige Unterstützung ist stets willkommen.

FAKTEN Arbeiten im Puhlmannhof

10 Ladenflächen
Größen von 54 bis 235 m2

Bürohaus Schönhauser Allee
Nutzfläche gesamt 2.650 m2

Bürohaus Kastanienallee
Nutzfläche gesamt 1.120 m2
Büroflächen teilbar ab 110 m2

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Candida Bettega und Sigrid Heininger

NISCHENPRODUKT IM HINTERHOF

Im Laden von CANDIDA BETTEGA dreht sich alles um Kinderfüße.

Ich habe meinen Laden hier im Hinterhof vor sechs Jahren eröffnet mit der Absicht, Eltern mit Kindern die Möglichkeit zu bieten, in entspannter Atmosphäre Schuhe zu kaufen. Das und das Angebot an überwiegend italienischen Markenschuhen wird geschätzt, sodass ich mir hier eine gute Stammkundschaft aufbauen konnte. Der Anteil von Familien im Stadtteil ist in den vergangenen Jahren ja auch gestiegen. Von der typischen Szene hier an der Kastanienallee profitiere ich eigentlich nicht. Doch durch das von der IG CastingCarrée 2013 veranstaltete Festival, bei dem wir hier viele Aktivitäten für Kinder im Hof organisiert hatten, konnte ich neue Kunden dazugewinnen.“

HERR DER HÜTE

Eine breite Palette an Kopfbedeckungen verkauft SIMON OHM im Hutladen ,Heimat Berlin’ an der Kastanienallee.

Die Geschäftsidee für diesen Laden ergab sich aus dem zunehmenden Revival der Kopfbedeckung. Wir gehören zu den wenigen Hut-Fachgeschäften hier in Berlin. Etwa 75 Prozent unserer Kunden sind Laufkundschaft. Unsere Stammkunden kommen auch von jenseits der Berliner Grenzen regelmäßig zu uns. Mit der Zeit haben wir herausbekommen, welche Produkte sich hier gut verkaufen lassen, und repräsentieren jetzt einige Marken exklusiv in Berlin bzw. sogar in Deutschland. Die Vielfalt der Leute, die in unseren Laden kommen, spiegelt sich auch in der Vielfalt der Hüte wider, die wir anbieten. Das ist ja das Tolle: Hier kann man noch einen alten Plattenladen neben einem Feinschmeckerrestaurant antreffen. Ich nenne es eine Art Mikrokosmos der ganzen Berliner Vielfalt. Und was mir hier auch gefällt, ist der gute Kontakt der Einzelhändler untereinander. Man kennt sich und unterstützt sich auch mal gegenseitig.“

Puhlmannshof-(7)